Rexzwergwidder Rammler

Sieger der BDK LAndesschau 2010

und Großvater meiner NELE

"Beau"

Rexzwergwidder Rammler weiß BA

eigene Nachzucht

wurde auf der Europaschau 2015 in Metz

ausgestellt und mit 96 Punkten / sehr gut

bewertet

Rassebeschreibung

Grundsätzlich sind alle kleinen Widderarten Abarten des Deutschen bzw. Französischen Widders. Die Zwergwidder/Widderzwerge und NHD bzw. die britischen Mini Lop sind dabei die kleinsten Erscheinungsformen. Anzustreben für den Rexzwergwidder ist der Gewichtsrahmen des Zwergwidders, sie sollen bei Erreichen des Zuchtziels ein Normalgewicht von über 1,4 kg bis 1,9 kg aufweisen, bei einem Mindestgewicht von 1,2 kg und einem Höchstgewicht von 2 kg. Tiere, die leichter sind, haben möglicherweise das letal (tödlich) wirkende Zwergen-Gen in sich, das aus Tierschutzaspekten auf jeden Fall zu vermeiden ist.

Der Körper ist kurz, gedrungen und breitschultrig. Der Kopf soll einen ausgeprägten Widdertypus aufweisen, mit kurzer Schnauze, breiter Stirn, starken Kinnbacken und Ramsnase. Die Ohren werden als Behang bezeichnet. Sie sollen fleischig und abgerundet sein, bei einer Ideallänge von zusammen 24 - 28 cm, und hängen schlaff in einer 'Hufeisenform' zu beiden Seiten des Kopfes herab, die Schallöffnungen sollen nach Innen zeigen. In der Kopfmitte bilden sie charakteristische Erhebungen, die als Krone bezeichnet werden.

Die Besonderheit an Rexzwergwiddern ist, im Vergleich zu den normalhaarigen Zwergwiddern, ihr kurzes Fell. Bei ihnen sind Unterwolle und Deckhaar bedeutend kürzer. Ihr Fell fühlt sich beim  erwachsenen Tier an wie Samt. Dabei dürfen die einzelnen Haare weder lockig, noch wellig sein (Ausnahme: Jungtiere vor dem ersten Fellwechsel). Die Haare müssen über eine ausreichende Stabilität verfügen, wenn man mit der Hand gegen den Strich über das Fell fährt, sollen die Haare fast senkrecht stehen bleiben und nur langsam in die ursprüngliche Lage zurückfallen. Bleiben sie nach dem Streichen gegen den Strich liegen, ist dies ein Zeichen von zu dünnem Fell, fallen sie sofort in die Ausgangslage zurück, ist das Fell zu lang. Beides ist unerwünscht.

Die Kaninchen erscheinen aufgrund ihres kurzen Fells viel schlanker und zarter als normalhaarige Kaninchen.

Gezüchtet werden Rexkaninchen seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Damals waren die meisten Tiere mit körperlichen Defekten behaftet, aufgrund der Gene, die die Struktur des Rexfells hervorruft. Die Zwergrexe sind seit ein paar Jahren in Deutschland anerkannt, die Rexzwergwidder sind in Deutschland nicht anerkannt.

Als Ursprungsland wird in der Fachliteratur fälschlicher Weise Frankreich genannt, wo sie seit 29.11.2005 anerkannt sind. Der Züchter, der diese Rasse aus Zwergwiddern und Rexkaninchen zur Anerkennung gebracht hat, ist Pierre Périquet aus Frankreich. Er züchtet Rexzwergwidder etwa seit der Jahrtausendwende. Die deutsche Züchterin Klaudia Feldermann aus Jülich jedoch züchtete diese Rasse bereits seit 1993. Nach den EE - Statuten wird als Ursprungsland leider immer das Land der ersten Anerkennung oder der 'züchterischen Vervollkommnung' übernommen. In den USA und Kanada nennt man die Rexzwergwidder auch 'Plush (Mini) Lops'.

Klaudia Feldermann wählte bei der Erzüchtung dieser Rasse als Ausgangstiere für den Typ Zwergrexe castorfarben und  für die Widdermerkmale im Gegensatz zu Pierre Périquet original englische Cashmere Lops in schwarz und blau, während Pierre Zwergwidder bevorzugte. In der Folge hatten die Linien von Klaudia die besseren Ohren, allerdings mußte der Fuchsfaktor verdrängt werden. Währenddessen hatten die Linien von Pierre Probleme mit den Ohren, hatten aber die besseren Felle. Der Austausch von Tieren untereinander brachte dann beiden den erwünschten Erfolg, der in der Rasseanerkennung in Frankreich den vorläufigen Höhepunkt hatte.
Auszug vom BDK